Pfingstlager 2026

Erschienen am 6. Juni 2026 in Stamm

Stephan

 

Alle Jahre wieder verschwindet der Stamm über das verlängerte Pfingstwochenende in die Wildnis, um sich sieben Tage lang vom Alltag zu erholen. In diesem Jahr wurden die Zelte auf dem altbewährten Aussichtspunkt „Kirchberg“ oberhalb von Renfrizhausen bei Sulz am Neckar aufgeschlagen.

Wo im letzten Jahr strömender Regen den Boden in ein Matschfeld verwandelt und den Aufbau unnötig erschwert hatte, herrschten nun gänzlich andere Konditionen vor. Die Sonne brannte über die gesamte Zeit erbarmungslos und die sommerlich anmutende Hitze ließ sich nur im Schatten der Zelte und Sonnensegel so richtig ertragen. Doch Leiter und Kinder ließen sich davon nicht unterkriegen und erlebten eine Woche voller Spiel, Spaß und Abenteuer.

Nachdem der Bannermast zu den Klängen der aus vielen motivierten Kehlen gesungenen Hofener Hymne errichtet und das Lager damit feierlich eröffnet war, ging es am Sonntag Abend bereits mit dem Lagerprogramm los. Jung und Alt teilte sich gleichmäßig in drei Gruppen auf, um eine Reihe von Herausforderungen zu meistern, die ihnen über das Lager verteilt Vorteile für das am Donnerstag stattfindende Geländespiel bescheren würden. Die Herausforderungen waren dabei an mehr oder weniger bekannte TV Shows und Serien angelehnt, und besonders die Spiele „Ruck Zuck“, „Last one Laughing“ und „Squid Game“ sorgten für Begeisterung und den ein oder anderen Lacher.

Am Montag war Workshop Tag und die Teilnehmer konnten aus dem mit Abstand breitesten Angebot von Mitmachaktionen wählen, die es seit langem auf einem Pfingstlager gegeben hatte. Aufnäher und T-Shirts gestalten, Ton modellieren, Wasserraketen und Vogelhäuschen selbst bauen und ein Kurs in Erster Hilfe standen zur Wahl und wurden mit Freude angenommen.

Dienstag und Mittwoch war der Großteil der Jüngeren mit ihren jeweiligen Gruppenleitern auf Wanderschaft. Der anhaltenden Sonneneinstrahlung geschuldet führten die Pfade aller drei Gruppen und einiger alter Lagerhasen nach und nach ins Freibad von Haigerloch. Die Jupfi- und und Pfadfinderstufe machte sich danach in ihre jeweiligen Nachtlager auf, während es für die Wölflinge zurück auf den Kirchberg ging. Am Mittwoch stand für die Jüngsten und einige Interessierte ein Ausflug in die Boulderhalle an, wo bis in den späten Nachmittag hinein die Kraft in den Fingerspitzen an der Kletterwand geübt wurde.

Am Donnerstag begann der Tag spirituell. Wir hatten die Ehre, den traditionellen Lagergottesdienst in der Kühle der Klosterkirche des Klosters Kirchberg abhalten zu dürfen. Geleitet von Maximilian vom Jugendreferat Stuttgart und unterstützt von dessen Kollegin Jenny lernte der Stamm, was die Geschichte vom Fischer Simon am See Genezareth mit dem Gruß der Pfadfinderschaft gemein hat. Nach dem Mittagessen stand dann das bereits erwähnte Geländespiel an, bei dem es die ein oder andere Überraschung und einen verdienten Sieger zu küren gab.

Den Freitag nutze jeder dann auf seine Weise und so gab es noch ein paar spontane Runden Brett- und Tischrollenspiele, Axtwerfen, Badminton und eine Partie Zombieball zu spielen, ehe dann am Abend in gewohnt infernalem Ausmaß sämtliche Lagerbauten im Feuer verbrannt wurden. Tags darauf wurden die restlichen Zelte abgebaut, der LKW verstaut und der Heimweg angetreten.

Wieder ist ein Pfingstlager vorbei, doch wie jedes Jahr heißt es: Nach dem Lager ist vor dem Lager. Bis dahin: Gut Pfad!

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