Kanutour auf der Donau: Tag 2

Nach dem Zählen der Mückenstiche, dem Zähneputzen und einer Tasse Kaffee auf der Terrasse machten wir uns auf den Weg zu unseren Booten. Vom Wirt bekamen wir zum Abschied noch zwei Dosen Wurst aus eigener Schlachtung. Die gab es dann auch gleich zum Frühstück.

Heute war die Donau ruhiger, wir mussten also gelegentlich selbst rudern. Allerdings machten wir auch hier keinen Stress, sondern ließen die Rentnergruppen an uns vorbei ziehen. Es gab ja noch Dosenbier, das wir nicht nach Hause nehmen wollten. Außerdem schien die Sonne so schön, die Landschaft war teilweise überwältigend (Felsen, Bäume und Donau) und wir lagen sehr gut in der Zeit. An diesem Tag mussten drei Wehre passiert werden, wobei genau das zu Diskussionen über einen einzigen Buchstaben führte: Stand auf dem Schild „UMfahrbares Wehr“ oder „UNfahrbares Wehr“? Wir werden es nie erfahren.

In Berg gingen wir lange vor dem vereinbarten Zeitpunkt aus dem Wasser. Glücklicherweise kam unser Fahrer ein, zwei Minuten später schon vorbei und wir konnten unsere Sachen aufladen und nach Riedlingen fahren. Dort luden wir alles in Matzes Bus und dieser musste die undankbare Strecke auch noch nach Hause fahren. Ach ja, im nächsten Jahr soll es dann zum Rafften gehen – und es sind noch Plätze frei.

Kanutour auf der Donau: Tag 1

Auf dem Zeltlager wurde es beschlossen, am 24. Juli war es dann endlich so weit: Unsere kleine Kanutour begann.

Am ersten Tag bekamen wir in Binzwangen die Boote und die Einführung, dann ging es auch schon auf die Donau, die „noch kein Hochwasser“ hatte, aber fast. Ziel war unser wunderschöner alter Zeltplatz in Rechtenstein. Da wir eine ziemlich starke Strömung hatten, konnten wir uns mit dem Paddeln etwas zurückhalten und uns um Getränke, die Landschaft, das Wasser im Boot (ein kleiner Gruß der ersten Stromschnelle) und leichte Unterhaltung kümmern. Das ging immer ganz gut, wenn wir alle drei Kanus aneinander hielten. Beim ersten Wehr in Riedlingen machten wir eine kleine Pause und es gab Vesper: Cocktailtomaten, Büchsenwurst, Frischkäse, Silberzwiebel, Leberwurst, Gurken aus Konstis Garten, Käse,… der Wahnsinn!

Weiter ging es an sehr vertrauten Orten (Zwiefaltendorf, Bechingen etc.) vorbei, durch die wir alle schon einige Male gewandert sind. Gegen Nachmittag kamen wir dann an den besagten Zeltplatz in Rechtenstein. Leider ist davon nicht mehr viel übrig, bis auf ein altes Kreuz mit Lilie. Zwischenzeitlich ist er total zugewuchert, einige Bäume wurden gefällt, der Steg ist verschwunden und auch über den Bahnübergang kommt man nicht mehr. Außerdem gab es eine unwesentliche Menge an aktiven Stechmücken. Übernachten war dort also nicht mehr möglich, deshalb mussten wir bis zum dortigen Wehr fahren und uns im Ort einen Schlafplatz suchen. Konsti, Andreas und Uli machten sich auf den Weg und konnten die anfänglich skeptische Wirtin der Bahnhofsgaststätte überzeugen, uns ihre kleine Wiese als Lagerplatz zur Verfügung zu stellen.

Zum Abendessen machte Jens mal kurz Linsen und Spätzle, man war ja gut ausgerüstet. Nachdem wir mit dem Essen und dem Verpacken unserer Boote fertig waren, gingen wir wieder in die Bahnhofsgaststätte. Dort wurde Felix in die hohe Kunst des „Raiberschbiels“ Mäxle eingeführt und Jens musste sehr viel unbekömmlichen Schnaps trinken. Die Wirtin war an diesem Abend total von uns begeistert.

Zu später Stunde wurde schnell noch unser Pavillon aufgebaut und eine kuschelige Nacht neben den Bahngleisen konnte beginnen.